WM
Belgische Erleichterung nach Uruguays WM-Pein
Belgiums Weltmeisterschaftskampagne sah nach zwei enttäuschenden Unentschieden bereits ausweglos aus, doch ein 5:1-Sieg über Neuseeland heute Morgen belebte ihre Hoffnungen wieder. Der Sieg sicherte den ersten Platz in Gruppe H und schickte die Roten Teufel mit neuer Dynamik in die nächste Runde. Leandro Trossard führte die Offensive mit zwei Toren und einer Vorlage an, während Hans Vanaken im Mittelfeld glänzte.
Uruguay hingegen schied beschämend aus dem Turnier aus, nachdem sie mit 0:1 gegen Spanien verloren. Die zweifachen Weltmeister kamen nur auf ein Unentschieden und zwei Niederlagen und schieden ohne einen einzigen Sieg aus. Ihre Demütigung wurde noch verstärkt, als der uruguayische Fußballverband den privaten Rückflug der Mannschaft strich und die Spieler auf Linienflügen nach Hause schicken musste.
Ståle Solbakkens Entscheidung, eine geschwächte norwegische Mannschaft gegen Frankreich aufzustellen, zog nach der 1:4-Niederlage Kritik auf sich. Der norwegische Trainer verteidigte seine Taktik und betonte, er habe die Spielerfitness und langfristige Ziele über kurzfristige Ergebnisse gestellt. „Ich würde es sofort wieder so machen“, sagte Solbakken nach dem Spiel. „Das Einzige, wofür ich mich schuldig fühle, sind die mitgereisten Fans, die Erling, Martin und die anderen Stars sehen wollten.“
Belgien vollendete seine Genesung sowohl auf dem Platz als auch in der Tabelle. Romelu Lukaku und Thibaut Courtois feierten nach dem 5:1-Sieg persönliche Meilensteine, während Rudi Garcia Spekulationen zurückwies, die „Goldene Generation“ sei „zu alt“. Kevin De Bruynes 3:0-Tor gegen Neuseeland wurde als Karrierehöhepunkt gefeiert, auch wenn der Mittelfeldspieler später erklärte, warum es für ihn eine besondere Bedeutung hatte.
Uruguays Spieler, die sich bereits offen gegen Trainer Marcelo Bielsa auflehnten, stehen nun vor einer demütigenden Rückkehr. Berichten zufolge wurde ihr Privatjet gestrichen – ein klares Signal des Verbandes. „Wie ist es möglich, dass wir jeden Spieltag von Tijuana anreisen müssen?“, sagte Stürmer Sardar Azmoun. „Als Profifußballer in einem großen Turnier ist das nicht korrekt. Unfair, sogar.“
Panamas Weltmeisterschaft endete im Chaos, noch bevor sie die K.-o.-Phase erreichte. Zwei Spieler stießen im Training vor ihrem letzten Gruppenspiel gegen England zusammen, ein Mikrokosmos ihrer chaotischen Kampagne. Trainer Thomas Christiansen spielte den Vorfall herunter und nannte ihn „normal“ und ein Zeichen dafür, dass das Team engagiert sei. „Sie wollen gegen England gut performen“, sagte er.
Spaniens 0:1-Sieg über Uruguay sicherte ihnen den Gruppensieg, doch ihre Leistung ließ Experten skeptisch zurück. Der Mangel an offensiver Klasse warf Fragen zu ihren Titelchancen auf. Unterdessen setzte Argentinien Lionel Messi im letzten Gruppenspiel gegen Jordanien aus, nachdem sie bereits nach zwei souveränen Siegen als Gruppenerster feststanden.
Belgien muss nun auf den kommenden Gegner warten, da mehrere Szenarien je nach anderen Ergebnissen möglich sind. Die Rückkehr der Roten Teufel hat neuen Glauben gesät, doch Marc Degryse warnte, Bestätigung sei nun unerlässlich. „Wir haben das wieder hingebogen“, sagte er. „Aber wir müssen weitermachen.“