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Villa setzt 10 Mio. Euro auf Emerson Royal – schafft er Emerys defensives Rätsel?
Aston Villa haben ihr Angebot für Emerson Royal auf 10 Millionen Euro (8,6 Millionen Pfund) erhöht, nachdem ein erstes Angebot über 9 Millionen Euro von Flamengo abgelehnt wurde. Das überarbeitete Angebot folgt auf den Widerstand des Clubs aus Rio de Janeiro zu Beginn der Woche, wobei der Journalist Venê Casagrande von einer schnellen Kehrtwende berichtete.
Emerson Royal wechselte vergangene Saison von AC Milan zu Flamengo, konnte sich dort aber nicht durchsetzen und kam auf 40 Einsätze ohne Tor und lediglich fünf Vorlagen. Seine unbeständigen Leistungen unter den Flutlichtscheinwerfern des Maracanã warfen Zweifel an seiner Eignung für Unai Emerys System auf.
Emery bevorzugt einen Außenverteidiger auf der rechten Seite, der sich ins Zentrum zurückfallen lassen und so ein Dreier-Abwehrkette bilden kann, wenn der Linksverteidiger nach vorne prescht. Royal bringt die körperlichen Voraussetzungen für diese Rolle mit, darunter Aggressivität in Zweikämpfen und die Bereitschaft, sich für den Verein einzusetzen.
Allerdings zeigen sich seine technischen Schwächen besonders unter hohem Pressing. Häufig nutzen gegnerische Mittelfeldspieler die Räume um ihn herum aus und stören so Aston Villas Aufbau aus der Defensive. Trotz dieser Mängel spiegelt die Bewertung von 10 Millionen Euro seine Qualitäten wider, die er bereits bei Tottenham und Milan unter Beweis stellte.
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Das Geschäft hängt weiterhin von Flamengos Kompromissbereitschaft ab, wobei die Vereinsverantwortlichen nun mit einem schnellen Abgang rechnen. Finanzielle Überlegungen scheinen dabei etwaige sportliche Bedenken in den Hintergrund gedrängt zu haben. Venê Casagrande, der für die Rioer Medien O Dia und Sport Witness berichtet, bestätigte die veränderte Haltung Flamengos. Die plötzliche Flexibilität des Clubs deutet auf eine Akzeptanz der Marktgegebenheiten hin. Für Emery stellt Royal eine pragmatische Lösung dar, aber keine ideale. Der spanische Trainer könnte einen Kämpfer gewinnen, aber keinen Spielmacher – und damit Lücken in Villas Defensive hinterlassen. Bessere Ballverteiler sind in Europa noch verfügbar, was die Frage aufwirft, ob dies die richtige Investition in dieser Phase des Transferfensters ist.